England – DR Kongo: Tipp & Prognose (01.07.2026)

WM 2026 01.07.2026 | 18:00
Expertentipp England Sieg zu Null 2,10 Quote sichern
Alternative Wette Unter 2,5 Tore 1,90 Quote sichern
Natalia Schubert
| veröffentlicht am: 29.06.26 (aktualisiert: 29.06.26)
geprüft von Lukas Stratmann | 7 Min. Lesezeit

England trifft im Achtelfinale der WM 2026 auf den Gruppendrittplatzierten DR Kongo. Die Three Lions gehen als klarer Favorit in die Partie im Mercedes-Benz Stadium von Atlanta, doch die Leoparden haben bei diesem Turnier bereits bewiesen, dass sie sich nicht kampflos geschlagen geben. Unsere Einschätzung: Ein kontrollierter England-Sieg bei wenig Toren ist das wahrscheinlichste Szenario.

England hat die Gruppenphase als Sieger der Gruppe L souverän überstanden und geht mit breiter Brust in die K.o.-Phase. Der Gegner aus der Demokratischen Republik Kongo hat als einer der besten Gruppendritten den Einzug in die Runde der letzten 32 geschafft – eine historische Leistung für eine Nation, die zum ersten Mal seit 1974 bei einer Weltmeisterschaft vertreten ist. Das Spiel findet am Mittwoch, dem 1. Juli 2026, um 18:00 Uhr MESZ im Mercedes-Benz Stadium in Atlanta statt, das dank seines schließbaren Dachs klimatisiert ist – ein Vorteil bei den typischen Sommertemperaturen von über 30 Grad Celsius in Georgia. Schiedsrichter ist der erfahrene Slowene Slavko Vinčić, der im Schnitt rund 4,1 Gelbe Karten pro Spiel zeigt und einen ausgewogenen Leitungsstil pflegt. Übertragen wird die Partie auf ARD, Magenta Sport, SRF 2 und SRF Play.


Formbetrachtung: England

Thomas Tuchels Mannschaft hat die Gruppenphase mit 7 Punkten aus drei Spielen als Gruppensieger abgeschlossen und dabei sechs Tore erzielt bei nur zwei Gegentoren. Der Auftakt war eindrucksvoll: Ein 4:2 gegen Kroatien, bei dem Harry Kane doppelt traf und die offensive Durchschlagskraft der Three Lions eindrucksvoll unterstrich. Das zweite Gruppenspiel gegen Ghana offenbarte allerdings Schwächen in der Kreativität – trotz dominantem Ballbesitz gelang kein Tor, und die Partie endete 0:0. Zum Abschluss besiegte England Panama 2:0, wobei Kane per Kopf traf und damit auf insgesamt 11 WM-Tore kam – englischer Rekord.

Was unsere Redaktion bei der Analyse auffällt: Englands Stärke liegt in der defensiven Stabilität unter Tuchel. In zwei von drei Gruppenspielen blieb die Defensive ohne Gegentor. Die Viererkette um Ezri Konsa und Marc Guéhi hat sich eingespielt, Jordan Pickford im Tor war gewohnt sicher. Im Mittelfeld überzeugt Elliott Anderson als Balleroberer und Linienbrechender Passgeber – er führt alle englischen Spieler in gewonnenen Duellen (24) und balleroberungen (20) bei diesem Turnier an. Jude Bellingham (2 Tore, 1 Assist) ist der kreative Motor, während Bukayo Saka mit zwei Vorlagen als Flankenlieferant glänzt.

Sorgen bereitet die Offensivproduktion abseits des Kroatien-Spiels. Gegen tiefstehende Gegner tut sich England schwer, Räume zu finden. In den letzten beiden Gruppenspielen kamen die Three Lions auf insgesamt nur 36 Torschüsse bei bescheidener Abschlussqualität. Das ist ein Warnzeichen für das Spiel gegen den defensivstarken Kongo.

Schlüsselspieler England

Spieler Tore Assists Einsätze Minuten Verein Alter
Harry Kane 3 0 3 264 Bayern München 32
Jude Bellingham 2 1 3 224 Real Madrid 23
Bukayo Saka 0 2 3 106 Arsenal 24
Elliott Anderson 0 1 3 248 Nottingham Forest 23
Marcus Rashford 1 0 3 115 Manchester United 28

Aktuelle Leistungsbewertung: DR Kongo

Die Leoparden schreiben bei dieser WM Geschichte. Nach 52 Jahren Abwesenheit – zuletzt 1974 als Zaire dabei – hat die Mannschaft von Trainer Sébastien Desabre nicht nur an der Endrunde teilgenommen, sondern sich als Gruppendritter der Gruppe K für die K.o.-Phase qualifiziert. Das allein ist bereits eine bemerkenswerte Leistung.

Der Turnierverlauf zeigt das Profil dieses Teams: Im Auftaktspiel trotzte DR Kongo dem Mitfavoriten Portugal ein 1:1 ab – Yoane Wissa köpfte den historisch ersten WM-Treffer des Landes ein. Gegen Kolumbien folgte eine knappe 0:1-Niederlage, in der die Defensive gut stand, aber offensiv zu wenig kam. Im entscheidenden dritten Gruppenspiel gegen Usbekistan zeigte die Mannschaft Comeback-Qualitäten: Nach einem 0:1-Rückstand drehte das Team die Partie noch zu einem 3:1-Sieg, wobei Wissa zwei Tore beisteuerte und Fiston Mayele den Führungstreffer erzielte.

Unsere Bewertung: DR Kongo ist ein defensiv extrem diszipliniertes Team. Unter Desabres vierjähriger Führung wurde das Team nie mit mehr als einem Tor Differenz geschlagen – eine beeindruckende Statistik. Die Viererkette mit Premier-League-erfahrenen Spielern wie Aaron Wan-Bissaka, Axel Tuanzebe und Chancel Mbemba ist physisch stark und gut organisiert. Im Mittelfeld sorgen Samuel Moutoussamy und Noah Sadiki für Laufarbeit und Zweikampfhärte. Die Schwäche liegt klar in der Offensive: In zwei Dritteln ihrer Länderspiele erzielen die Leoparden maximal ein Tor. Abgesehen von Wissa fehlt es an durchschlagskräftigen Alternativen.

Schlüsselspieler DR Kongo

Spieler Tore Assists Einsätze Minuten Verein Alter
Yoane Wissa 3 0 3 270 Newcastle United 29
Chancel Mbemba 0 0 3 270 Olympique Marseille 31
Aaron Wan-Bissaka 0 0 3 265 West Ham United 28
Arthur Masuaku 0 1 3 229 Beşiktaş 32
Fiston Mayele 1 0 1 39 Pyramids FC 32

Direktvergleich der Teams

Ein historisches Novum: England und die DR Kongo sind sich im internationalen Fußball noch nie begegnet. Es gibt keinerlei direkte Vergleichsdaten, die als Orientierung dienen könnten. Das bedeutet aber auch, dass Tuchels Team keine spezifische Erfahrung mit dem defensiven System der Kongolesen hat. Umgekehrt hat DR Kongo keinen Referenzpunkt, wie man gegen die individuelle Klasse eines Bellingham oder Kane bestehen kann – abgesehen vom Spiel gegen Portugal, das in Sachen Kaderqualität durchaus vergleichbar ist.

Was die Gruppenphase als indirekter Vergleich liefert: England wurde nur einmal in drei Spielen besiegt – nie. DR Kongo hat gegen zwei Top-10-Nationen (Portugal, Kolumbien) nur ein einziges Tor kassiert (ohne Gegentor im eigenen Netz bei offenem Spiel gegen Portugal). Beide Teams zeigen also defensive Qualität, wobei Englands Offensivpotenzial deutlich höher einzuschätzen ist.

Datum Ergebnis Wettbewerb
Kein bisheriges Aufeinandertreffen zwischen England und DR Kongo

Letzte 5 Begegnungen beider Teams

Mannschaft Ergebnisse der letzten 5 Spiele
England 2:0 Panama (S) · 0:0 Ghana (U) · 4:2 Kroatien (S) · 3:0 Costa Rica (S) · 1:0 Neuseeland (S)
DR Kongo 3:1 Usbekistan (S) · 0:1 Kolumbien (N) · 1:1 Portugal (U) · 1:2 Chile (N) · 0:0 Dänemark (U)

Englands Formserie spricht eine klare Sprache: Vier Siege und ein Unentschieden in den letzten fünf Spielen, dabei 10:2 Tore – eine Bilanz, die Selbstvertrauen gibt. DR Kongo zeigt ein wechselhafteres Bild mit einem Sieg, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Auffällig ist die geringe Torausbeute: In fünf Spielen erzielte der Kongo lediglich fünf Treffer. Das unterstreicht die These, dass die Leoparden primär über ihre Defensivarbeit ins Spiel kommen.


Taktische Betrachtung

Thomas Tuchel dürfte an seinem bewährten 4-2-3-1-System festhalten, das England durch die Gruppenphase getragen hat. Declan Rice und Elliott Anderson bilden das Herzstück im defensiven Mittelfeld, während Bellingham als Zehner die Verbindung zur Sturmspitze Kane herstellt. Auf den Flügeln sorgen Saka und Noni Madueke (oder Anthony Gordon) für Breite und Tempo.

Sébastien Desabre setzt auf ein flexibles System, das zwischen einem 4-1-4-1 und einem 5-3-2 wechseln kann. Gegen stärkere Gegner wie Portugal und Kolumbien spielte DR Kongo mit einer Fünferkette und lauerte auf Konter. Dieses Muster wird sich auch gegen England wiederholen: Die Leoparden werden tief stehen, den Raum verengen und auf schnelle Umschaltmomente über Wissa und den dribbelstarken Brian Cipenga setzen, der gegen Usbekistan sechs erfolgreiche Dribblings verbuchte.

Die taktische Herausforderung für England liegt darin, die kompakte Defensive der Kongolesen zu knacken. Gegen Ghana (0:0) scheiterten die Three Lions an genau dieser Aufgabe. Tuchel muss Lösungen finden – etwa über mehr Verlagerungen, individuelle Dribblings oder Standards. England hat bei diesem Turnier bereits bewiesen, dass Kopfbälle eine Waffe sind: Kane traf per Kopf gegen Panama, Bellingham ist in der Luft ebenfalls stark. Standards könnten der Dosenöffner sein.

Für DR Kongo ist der Schlüssel, das Spiel eng zu halten und auf einen Moment der Unachtsamkeit zu warten. Sollte den Leoparden ein früher Treffer gelingen, könnte das die Partie komplett auf den Kopf stellen. England hat unter Tuchel noch keine Erfahrung damit, einem Rückstand bei einer WM hinterherzulaufen.


Ausfälle und Verletzungen

England

Reece James fällt mit einer Oberschenkelverletzung definitiv aus – ein Verlust für die rechte Seite, wenngleich Djed Spence als Ersatz solide Leistungen gezeigt hat. Valentino Livramento ist ebenfalls mit einer Oberschenkelblessur nicht verfügbar. Fraglich ist der Einsatz von Jarell Quansah, der an einer Sprunggelenksverletzung laboriert, wobei Marc Guéhi und Ezri Konsa das Innenverteidiger-Duo bilden und Quansah ohnehin eher Ergänzungsspieler ist.

DR Kongo

Bei den Leoparden sind keine nennenswerten Ausfälle bekannt. Sébastien Desabre kann auf seinen Stammkader zurückgreifen, was angesichts der ohnehin begrenzten Kadertiefe ein wichtiger Faktor ist.


Voraussichtliche Startformationen

England (4-2-3-1)

Pickford – Spence, Konsa, Guéhi, O’Reilly – Rice, Anderson – Saka, Bellingham, Madueke – Kane

DR Kongo (5-3-2)

Mpasi – Wan-Bissaka, Tuanzebe, Mbemba, Kapuadi, Masuaku – Moutoussamy, Sadiki, Mukau – Bakambu, Wissa


Wetter und Rahmenbedingungen

Atlanta erwartet am 1. Juli typische Sommerhitze mit Tageshöchsttemperaturen um die 34°C bei hoher Luftfeuchtigkeit. Da das Mercedes-Benz Stadium jedoch über ein schließbares Dach verfügt und klimatisiert werden kann, werden die extremen Außenbedingungen das Spiel nicht direkt beeinflussen. Dennoch ist die Akklimatisierung ein Thema: Beide Teams haben bereits in Atlanta gespielt – DR Kongo sogar zwei von drei Gruppenspielen im selben Stadion. Dieser Heimvorteil auf neutralem Boden könnte den Leoparden einen minimalen Vorteil verschaffen, da Spieler und Staff mit den Gegebenheiten vertraut sind.


Quotenanalyse

Die Wettmärkte lassen keinen Zweifel am erwarteten Spielausgang. England wird bei den meisten Anbietern mit Quoten um 1,25-1,30 als überaus klarer Favorit gehandelt. Das Unentschieden liegt bei rund 5,50, ein Sieg der DR Kongo wird mit Quoten zwischen 11,00 und 14,00 notiert. Besonders auffällig: Unter 2,5 Tore wird bei einer Quote um 1,90 angeboten – ein Zeichen dafür, dass der Markt ein enges, torarmes Spiel erwartet.

Diese Quotenstruktur passt zur taktischen Konstellation: DR Kongo wird mauern, England wird Geduld brauchen. Die Quote auf “Beide Teams treffen – Nein” liegt bei rund 1,45, was ebenfalls auf die erwartete Dominanz Englands in der Torverhinderung hindeutet.

Unser England - DR Kongo Experten Wett Tipp:


Die Datenlage liefert ein klares Bild: England hat die individuelle Klasse, die Turnierreife und die taktische Variabilität, um diese Aufgabe zu lösen. DR Kongo wird es den Three Lions aber nicht leicht machen. Die Leoparden haben bei dieser WM bewiesen, dass sie gegen Top-Teams bestehen können – das 1:1 gegen Portugal und die knappe Niederlage gegen Kolumbien sind Belege dafür. Wir erwarten ein Spiel, in dem England die Kontrolle hat, aber die Räume erst spät findet.

England Sieg zu Null – Quote: 2,10

Dies ist unser Haupttipp und basiert auf zwei zentralen Faktoren: Erstens hat England in zwei von drei Gruppenspielen kein Gegentor kassiert, die Defensive unter Tuchel ist die klar strukturierteste seit Jahren. Zweitens schießt DR Kongo zu wenig Tore – in zwei Dritteln der Spiele unter Desabre trifft das Team maximal einmal. Gegen die englische Abwehr mit Konsa, Guéhi und Pickford sehen wir die Leoparden torlos. Ein 1:0 oder 2:0 für England ist das wahrscheinlichste Ergebnis.

Unter 2,5 Tore – Quote: 1,90

Die Statistiken sprechen eindeutig für ein torarmes Spiel. England erzielte in den letzten beiden Gruppenspielen zusammen nur zwei Tore gegen defensiv eingestellte Gegner. DR Kongo kassierte gegen Portugal und Kolumbien insgesamt nur zwei Gegentore. Beide Trainer setzen auf defensive Stabilität als Grundlage – Desabre aus Überzeugung, Tuchel aus Pragmatismus. In K.o.-Spielen wird zudem vorsichtiger agiert, was die Torquote zusätzlich drückt.

Harry Kane Torschütze – Quote: 1,55

Kane hat bei diesem Turnier drei Tore in drei Spielen erzielt und ist Englands gefährlichster Angreifer mit 264 Spielminuten. Mit nun 11 WM-Toren jagt er Rekorde. Gegen eine kompakte Defensive wie die von DR Kongo wird England auf Flanken und Standards setzen – genau Kanes Stärken. Sein Kopfballtor gegen Panama war ein Paradebeispiel. Die Quote von 1,55 bietet bei seiner aktuellen Form und seiner Rolle als Strafraumstürmer einen soliden Wert.

  • England Sieg zu Null: 2,10
  • Unter 2,5 Tore: 1,90
  • Harry Kane Torschütze: 1,55

Fazit

England wird diese Aufgabe lösen – aber nicht so deutlich, wie es die Papierform vermuten lässt. DR Kongo ist das härteste Los unter den Gruppendritten und wird den Three Lions alles abverlangen. Wir prognostizieren ein 1:0 oder 2:0 für England, wobei das entscheidende Tor erst in der zweiten Halbzeit fallen dürfte. Für Tuchels Mannschaft ist es eine Pflichtaufgabe, aber keine, die man auf die leichte Schulter nehmen sollte. Die Leoparden haben bei diesem Turnier bereits bewiesen, dass sie für Überraschungen gut sind.

England Sieg zu Null 2,10 Quote sichern

Sicherheitshinweis

Glücksspiel kann süchtig machen. Die in diesem Artikel genannten Tipps und Prognosen stellen keine Gewinngarantie dar und dienen ausschließlich der Information und Unterhaltung. Wir empfehlen allen Lesern, verantwortungsvoll mit Sportwetten umzugehen.

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Dieser Artikel enthält Wettempfehlungen für Unterhaltungszwecke. Bitte informieren Sie sich über die Teilnahmebedingungen und Quoten direkt bei lizenzierten Wettanbietern. Alle Quoten sind Richtwerte und können variieren.

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Natalia Schubert - Fußballanalystin & Sportjournalistin |
Natalia Schubert Natalia Schubert ist Fußballanalystin und seit über zwölf Jahren im professionellen Sportjournalismus tätig. Sie analysiert nationale und internationale Wettbewerbe mit Schwerpunkt auf taktischen Zusammenhängen, statistischen Auswertungen und der Einordnung sportlicher Leistungen.

In dieser Zeit schrieb sie für verschiedene renommierte Sportmagazine und Online-Redaktionen, für die sie Spielanalysen, Vorberichte und Hintergrundartikel verfasste. Ihre Arbeit ist geprägt von einer strukturierten Analyse und einer verständlichen Einordnung sportlicher und statistischer Zusammenhänge.